Brazilian Jiu Jitsu – BJJ in München

Brazilian Jiu Jitsu konzentriert sich auf den Bodenkampf und beinhaltet in der sportlichen Variante keine Schlag- und Tritttechniken. Ziel ist es, den Gegner mit Würfen auf den Boden zu bekommen, ihn dort zu kontrollieren und ihn dann mit Hebeln oder Würgern zur Aufgabe zu zwingen. Das Brazilian Jiu Jitsu hat sich als ultimative Trainingsmethode für die MMA- und Freefight Szene herauskristallisiert. Nicht umsonst trainieren Profis der UFC und andere erfolgreiche Kämpfer der MMA neben dem Standkampf auch Brazilian Jiu Jitsu.

  • Spezialisierung auf den Bodenkampf
  • Effektive Hebel und Würger
  • Würfe aus dem Judo und Ringen
  • Für Männer und Frauen geeignet
  • Verbesserung der körperlichen Fitness
  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Schulung der Koordination und Aufmerksamkeit
  • regelmäßige Wettkämpfe und Turniere

Unsere Schüler lernen Würfe aus dem Judo und Ringen, um den Gegner auf den Boden zu bekommen bzw. um dessen Angriffe abzuwehren oder zu kontern. Der Hauptteil des Trainings befasst sich mit dem Kampf am Boden. Wir zeigen euch, wie ihr euren Gegner, auch wenn er schwerer und größer ist, kontrollieren könnt. Auch das Entkommen aus Haltepositionen stellt einen Teil des Trainings dar. Hast du die ersten Kontollpositionen verinnerlicht, zeigen wir dir Hebel und Würger, mit denen du deine Gegner zur Aufgabe zwingen kannst. Bei den Aufgabetechniken spielt es kaum eine Rolle, wie stark du bist, da die Effektivität auf der richtigen und sauberen Ausführung der Technik basiert. So ist es auch für schwächere Personen kein Problem, schwere Gegner am Boden zu kontrollieren und auszuschalten. 

Wir bieten zwei arten von Training an: Brazilian Jiu Jitsu mit Kimono und Luta Livre ohne Kimono. Beides hat seine Vor- und Nachteile, daher raten wir unseren Schülern, beides zu trainieren. Montags und Donnerstags findet das Training mit Kimono statt. Wir bieten unseren Schülern hier Einsteigermodelle ab 70,- Euro an. Mittwochs nach dem MMA Training trainieren wir Luta Livre ohne Anzug. In diesem Fall legen wir unserem Mitglieder nahe, unsere Clubkleidung zu tragen. Alle Artikel und Bekleidungen können in unserem Shop erworben werden. 

Neben einen Warm-Up zu beginn des Trainings und dem folgenden Technikteil findet am Ende der Einheit freies Rondori statt. Dies ist entweder ein komplett freies Kämpfen um Positionen sowie Aufgabetechniken oder es werden spezielle kampfrelevante Bestandteile unter Druck eingeschliffen. Der Freikampf am Boden ist konditionell und koordinativ sehr anspruchsvoll, weil zwar kontrolliert, aber eben mit voller Kraft gerungen wird. Dies schult die Ausdauer, Aufmerksamkeit, Kraft und Konzentration. 

Wir lieben praxisorientiertes Training. Alles, was am Boden nicht funktioniert, nehmen wir aus dem Programm. Wir sind uns darüber bewusst, dass wir unsere Schüler nicht nur körperlich sondern auch mental fit machen müssen. Einiges an theoretischem Wissen ist zudem unbedingt erforderlich, damit du verstehst, über welche Punkte du deinen Gegner kontrollieren bzw. wie du aus Haltepositionen entkommen kannst. Am besten, du vereinbarst direkt einen Termin für ein Probetraining und lernst unser System kennen. Wir freuen uns auf deinen Besuch!

Das Brasilianische Jiu Jitsu ist die südamerikanische Variante des Kōdōkan Jūdō und wurde von den Brüdern Carlos und Hélio Gracie entwickelt. Carlos Gracie lernte das Judō von Mitsuyo Maeda, einem Schüler von Kanō Jigorō und gab es an seinen jüngeren Bruder Hélio weiter. Hélio war körperlich eher schmächtig und konnte viele der traditionellen Judō-Techniken nicht anwenden. Aus diesem Grund veränderte er die Mechanik und Hebelwirkung vieler Techniken und machte sie somit effektiver und auch für körperlich schwächere Personen anwendbar. Hélio und Carlos unterrichteten ihre Kinder im Judō und erschufen so die nächste Generation von Kämpfern und Lehrern, die das Brazilian Jiu Jitsu weiter verbreiteten und die Effizienz des Stiles in vielen Vale Tudo Herausforderungskämpfen immer wieder bewiesen.

In den siebziger Jahren kam einer der Söhne von Hélio, Rorion Gracie in die USA, um dort Karriere zu machen. Er unterrichtete den Familienstil in seiner Garage, und langsam interessierten sich auch in den USA immer mehr Menschen für diese Kampfkunst.

Anfang der Neunziger Jahre eröffnete Rorion eine große Akademie in Los Angeles und erschuf zusammen mit dem Werbefachmann Art Davie die „Ultimate Fighting Championships“ (kurz „UFC“).

Bei diesen Kämpfen, welche im amerikanischen „Pay-per-View- Fernsehen“ übertragen wurden, kämpften Kampfkünstler der verschiedensten Stile gegeneinander. Ursprünglich gab es hierzu nur wenige Regeln. Ziel war es, den Gegner KO zu schlagen oder ihn zur Aufgabe zu zwingen. Royce Gracie, der Sohn von Hélio Gracie, gewann als leichtester Teilnehmer drei der vier UFC-Turniere. Dabei beendete er alle gewonnenen Kämpfe durch Aufgabe („Submission“) des Gegners. Bis heute ist er der einzige Kämpfer, der jemals vier Kämpfe in einer Veranstaltung 

Gracies Kampfstil ist bis heute prägend für BJJ-Kämpfer während eines MMA-Kampfes. Schläge und Tritte, die beim BJJ nicht den Schwerpunkt bilden, werden in erster Linie taktisch benutzt, um den Gegner zu veranlassen, als Schutzreaktion einen Arm oder ein Bein zu bewegen, das dann ergriffen werden kann, um eine finale Hebel- oder Würgetechnik einzusetzen. Im Standkampf wird vor allem die Meidung der gegnerischen Schläge und Tritte geübt. Die Distanz zum Gegner so schnell wie möglich zu überbrücken, um ihn in den Bodenkampf zu verwickeln, ist ebenfalls BJJ typisch. Die Erfahrung mit regellosen Kämpfen zeigt, dass das eigene Verletzungsrisiko durch ein solches Kampfverhalten minimiert werden kann, da es durch die geringe Distanz in der Bodenlage nur wenige Positionen gibt, in denen harte Schläge ausgeführt werden können. Es ist jedoch falsch, BJJ mit Vale Tudo, Free Fight oder MMA gleichzusetzen. Zwar ist das BJJ-Training für die meisten modernen MMA-Kämpfer obligatorisch, in den BJJ-Wettkämpfen selbst ist jedoch Schlagen und Treten untersagt.